Mein Facebook-Freund C.

… heißt bei mir nicht etwa so, weil ich mit ihm dort „befreundet“ wäre – nein, das wäre nicht möglich, denn ich existiere im Universum des Zuckerzwergs nur als Schattenprofil.

Mein Facebook-Freund C. heißt bei mir so, weil er sich eine ganze Weile im asozialen Medium so sehr betätigte, dass auf ihn als Person des öffentlichen Lebens Schund und Schande regnete.

Zwar hat er sein Profil noch nicht gelöscht (was einem der Konzern offenbar auch nach Kräften erschwert), aber immerhin hat er mittlerweile auf seinem Freizeitmobil ein Smartphone-Verbot verhängt.

Tag der offenen Gesellschaft

„Eine offene Gesellschaft gibt es nur dann, wenn genug Menschen für sie eintreten. Warum nicht einfach mal die Demokratie feiern? Mit einem riesengroßen Dinner, vielleicht dem größten der Welt. Rücken wir zusammen … Tische und Stühle raus! Setzen Sie mit ganz vielen anderen Menschen im ganzen Land ein Zeichen!“

 

Am 17. Juni beteiligt sich die Radikale Anti Smartphone Front mit einer Tafel am Tag der offenen Gesellschaft ( https://www.die-offene-gesellschaft.de/17juni ). Wir laden alle Interessierten herzlich ein, mehr über die Radikale Anti Smartphone Front zu erfahren. Ihr findet uns direkt am Eingang zum Gleispark in Kreuzberg an der Ecke Möckernstraße/Hornstraße. Das Motto unserer Tafel lautet: Lieben statt liken!

Wir freuen uns auf euch!

4 Thesen der RASF

Am Samstag den 27. Mai sind wir auf Einladung der Evangelischen Jugend Charlottenburg-Wilmersdorf bei einer Podiumsdiskussion des Evangelischen Kirchentags zu Gast. Auf dem Podium „Meinungsmache“ stellen wir uns dort zwischen 11 und 13 Uhr den Fragen der Moderatoren und des Publikums vor dem Verlagsgebäude des Tagesspiegels am Askanischen Platz. Mit diesen 4 Thesen gehen wir in die Diskussion.

Lieben statt liken
Ficken statt Facebook
Emotion statt Emoticon
Kinder statt Tinder

„4 Thesen der RASF“ weiterlesen

Demokratie statt Diktatur!

ich liebe freiheit
– die andere nicht einschränkt

ich liebe demokratie
– die real funktionierende

ich liebe offenheit
– die verbindet

Prolog

es war einmal ein Land, in dem jedes Gespräch, jede Meinungsäußerung, jede Kritik an den Mächtigen das Ende der materiellen, seelischen oder körperlichen Unversehrtheit bedeuten konnte. Öffentliche Versammlungen, öffentlicher Diskurs war reglementiert und zensiert. Selbst die eigenen vier Wände boten keinen Schutz, jedes Telefon war auch eine Wanze, die von den Lakaien des Staatsapparats jederzeit aktiviert werden konnte.

„Demokratie statt Diktatur!“ weiterlesen

5 Freunde statt 4G

Hörspiele waren und sind für mich das Größte. Besonders Vertonungen der berühmten Kinderbuchreihen die drei ???, TKKG und 5 Freunde haben mich seit meiner Kindheit begleitet und sind auch heute noch treue Wegbegleiterinnen. Ob beim Aufräumen oder Einschlafen, knifflige Fälle garantieren „Bombenspaß“ (TKKG Folge 112) und sind allemal aufregender als Schäfchenzählen. Diese Begeisterung teile ich sicherlich mit vielen, nur: Was ist eigentlich so faszinierend an Kindern, die Abenteuer erleben? Vor allem, wenn man längst aus den Kinderschuhen herausgewachsen ist, die den entscheidenden Grad an Identifikation ermöglichen würden? „5 Freunde statt 4G“ weiterlesen

Time for action

turn your phone off
turn your brain on

read a book
write a letter
take a walk
do something new

pick flowers
plant trees
see birds
and the bees

visit family
make new friends

climb
swim
bike
run

dont post
dont tweet
dont gram
dont pin

just coast
go eat
spit rap
drink gin

open your eyes
stand the fuck up
time for action
RASF

 

by Chris Comparey

Aufschauen statt wegtindern

Er hat ein Smartphone; (c) Manfred Kirschner, 2017

 

Smartphones lassen uns auch in unserer intimsten Sphäre nicht in Ruhe: Vielmehr bieten sie uns unzählige Dating-Apps, in denen wir über Gesichter wischen um zu entscheiden, mit wem wir den nächsten Kaffee trinken oder die nächste Nacht verbringen. Das Single-Dasein wird damit erträglicher, denn Mut braucht es nicht mehr, jemanden anzusprechen – das Smartphone kann es richten. Unsere Angst, enttäuscht zu werden? Wie weggeblasen. Man hat einander ja schon im Vorhinein zugesichert, dass man sich – zumindest optisch – gut findet. Worauf es dann hinausläuft, entscheidet sich im realen Leben, insofern der digitale Flirt nicht schon beim Austausch unzähliger Nachrichten aufgrund von ein- oder beidseitigem Desinteresse zum Erliegen gekommen ist. „Aufschauen statt wegtindern“ weiterlesen

Ficken statt Facebook! Lieben statt Liken! Emotion statt Emoticon!


Die Welt ist im Wandel. Die digitalen Medien verändern unser Leben so stark wie keine andere Innovation im vergangenen Jahrhundert. Vor allem das Smartphone ist in die entlegensten Winkel unseres Lebens vorgedrungen und hat unseren Alltag in vielen Bereichen auf den Kopf gestellt. So können wir heutzutage problemlos zu entlegenen Orten navigieren, über Suchmaschinen auf das gesammelte Weltwissen zugreifen und in sozialen Netzwerken Kontakte zu unseren Freund:innen pflegen, selbst wenn sie auf der anderen Seite des Planeten leben. Und auch für die Zukunft bleibt die Vernetzung der Welt der Ursprung des technischen Fortschritts und kein Problem scheint groß genug, als dass es nicht durch die neuen Prophet:innen aus dem Silicon Valley gelöst werden könnte. Doch steigert das Ansehen von Katzenvideos beim gemeinsamen Restaurantbesuch mit der Familie wirklich unsere Lebensqualität? Gehört man zur gesellschaftlichen Avantgarde, wenn man in sozialen Netzwerken die Illusion eines glücklichen und erfüllten Lebens inszenieren kann, obwohl sich dahinter nur ein wackliges Gerüst aus Lügen und Selbsttäuschung verbirgt? Wird unsere Gesellschaft zu einem lebenswerteren Ort, wenn unsere Öffentlichkeit sich immer weiter in einzelne Fragmente zersplittert bis sich jeder Mensch in seiner personalisierten digitalen Blase bequem eingenistet hat und für die Probleme und Anliegen andersdenkender Menschen nicht mehr erreichbar ist? Wir von der Radikalen Anti Smartphone Front sagen ganz klar: NEIN! Nein zur Parallelkommunikation mit Abwesenden im Beisein anderer, nein zur Selbstdarstellung des eigenen Narzissmus und nein zum anhaltenden Auseinanderdriften unserer Gesellschaft! Und in aller Deutlichkeit sagen wir NEIN zum ausufernden und exzessiven Gebrauch von Smartphones, der peu à peu unser soziales Leben vergiftet. Stattdessen sagen wir JA zu allem was unser Leben wirklich lebenswert macht: Freundschaft, Freiheit, Liebe und Zusammenhalt. Unser Credo lautet deshalb: Ficken statt Facebook! Lieben statt liken! Emotion statt Emoticon! Wir sind die Radikale Anti Smartphone Front!