{"id":385,"date":"2016-11-07T18:46:03","date_gmt":"2016-11-07T17:46:03","guid":{"rendered":"http:\/\/rasf.eu\/?p=385"},"modified":"2026-04-04T07:25:23","modified_gmt":"2026-04-04T06:25:23","slug":"ueber-kinder-und-smombies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/rasf.eu\/?p=385&lang=de","title":{"rendered":"\u00dcber Kinder und Smombies&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><em>Das ist die deutsche Version des Artikels \u201eOn children and Smombies&#8230;\u201c, der am 7. Februar 2017 ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/em><\/p>\n<p>Es hat auf meine Umgebung einen gro\u00dfen Einfluss, wenn ich st\u00e4ndig auf das Smartphone schaue. In dieser Zeit bin ich f\u00fcr meine Mitmenschen eigentlich nicht da: Ich bin k\u00f6rperlich anwesend, doch im Geiste in der virtuellen Welt, abgelenkt von der Kommunikation mit Menschen, die gerade an einem anderen Ort sind. Es ist eine paradoxe Situation: Ich bin k\u00f6rperlich da, aber nicht pr\u00e4sent. Erwachsene k\u00f6nnen sich darauf einstellen. Wahrscheinlich f\u00fchrt das bei ihnen dazu, dass sie dann ebenfalls auf ihr Smartphone schauen. Die Folge ist eine Gruppe von Menschen, die gemeinsam Zeit verbringt, jedoch sich nicht miteinander besch\u00e4ftigt oder unterh\u00e4lt: Jugendliche auf der Stra\u00dfe, an Bushaltestellen, Freunde in Caf\u00e9s, Familien in Restaurants.<\/p>\n<p>Aber was ist mit den Kindern?<!--more--><\/p>\n<p>Die Kinder lernen sich selbst kennen \u00fcber die Art, wie wir mit ihnen reden, wie wir auf sie reagieren: Wir sind ihr Spiegel, aus dem sie Zuneigung, Sympathie, Interesse an ihrer Person und Wertsch\u00e4tzung ablesen. F\u00fcr Babys, kleinere aber auch gr\u00f6\u00dfere Kinder sind Eltern, die mehrmals am Tag \u00fcber das Smartphone mit anderen kommunizieren, ein gro\u00dfer Nachteil.<\/p>\n<p>Kinder verstehen \u00fcberhaupt nicht, wenn man k\u00f6rperlich da ist, aber im Geiste nicht anwesend. Wenn wir in der Anwesenheit von unseren Kindern mit anderen kommunizieren, lustige, traurige, beleidigende oder f\u00fcr uns sonst sehr wichtige Nachrichten erhalten, ist uns ins Gesicht geschrieben, was wir lesen, was die Nachricht mit uns macht. Die Kinder schauen uns dabei zu und beziehen es auf sich. Sie verstehen jedoch keinen sinnvollen Zusammenhang zwischen unserer Reaktion und ihrer eigenen Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Durch den Zustand der geistigen Abwesenheit fehlt dem Kind egal welchen Alters die Bezugsperson, die emotional verf\u00fcgbar ist und sich dem Kind zuwendet, die Bed\u00fcrfnisse des Kindes erkennt und beantwortet. Psychologen und Kinder\u00e4rzte warnen, M\u00fctter verl\u00f6ren ihren m\u00fctterlichen Instinkt und ihr Gef\u00fchl f\u00fcr das Kind. Kinder, die sich schon \u00e4u\u00dfern k\u00f6nnen, haben in Umfragen beklagt, dass Ihre Eltern h\u00e4ufig und lange\u201eim Internet verschwinden\u201c w\u00fcrden. Sie beobachten das Verhalten Ihrer Eltern am Smartphone und empfinden, dass sie zu viele Spiele spielen, im Internet einkaufen oder sich st\u00e4ndig mit Facebookkontakten besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Alle Kinder brauchen Ihre Eltern.<\/p>\n<p>Sie brauchen Eltern, die pr\u00e4sent sind, um sich gesund zu entwickeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das ist die deutsche Version des Artikels \u201eOn children and Smombies&#8230;\u201c, der am 7. Februar 2017 ver\u00f6ffentlicht wurde. Es hat auf meine Umgebung einen gro\u00dfen Einfluss, wenn ich st\u00e4ndig auf das Smartphone schaue. 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