Lieben statt liken

Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Die „Radikale Anti Smartphone Front“ (RASF) ist auch dabei am 1. Mai in Kreuzberg. Ihre Message: Lieben statt Liken.

Quelle: Tagesspiegel, http://www.tagesspiegel.de/berlin/1-mai-in-berlin-friedliche-demos-in-kreuzberg-antifa-proteste-in-pankow/19740470.html

Demokratie statt Diktatur!

ich liebe freiheit
– die andere nicht einschränkt

ich liebe demokratie
– die real funktionierende

ich liebe offenheit
– die verbindet

Prolog

es war einmal ein Land, in dem jedes Gespräch, jede Meinungsäußerung, jede Kritik an den Mächtigen das Ende der materiellen, seelischen oder körperlichen Unversehrtheit bedeuten konnte. Öffentliche Versammlungen, öffentlicher Diskurs war reglementiert und zensiert. Selbst die eigenen vier Wände boten keinen Schutz, jedes Telefon war auch eine Wanze, die von den Lakaien des Staatsapparats jederzeit aktiviert werden konnte.

„Demokratie statt Diktatur!“ weiterlesen

Time for action

turn your phone off
turn your brain on

read a book
write a letter
take a walk
do something new

pick flowers
plant trees
see birds
and the bees

visit family
make new friends

climb
swim
bike
run

dont post
dont tweet
dont gram
dont pin

just coast
go eat
spit rap
drink gin

open your eyes
stand the fuck up
time for action
RASF

 

by Chris Comparey

Aufschauen statt wegtindern

Er hat ein Smartphone; (c) Manfred Kirschner, 2017

 

Smartphones lassen uns auch in unserer intimsten Sphäre nicht in Ruhe: Vielmehr bieten sie uns unzählige Dating-Apps, in denen wir über Gesichter wischen um zu entscheiden, mit wem wir den nächsten Kaffee trinken oder die nächste Nacht verbringen. Das Single-Dasein wird damit erträglicher, denn Mut braucht es nicht mehr, jemanden anzusprechen – das Smartphone kann es richten. Unsere Angst, enttäuscht zu werden? Wie weggeblasen. Man hat einander ja schon im Vorhinein zugesichert, dass man sich – zumindest optisch – gut findet. Worauf es dann hinausläuft, entscheidet sich im realen Leben, insofern der digitale Flirt nicht schon beim Austausch unzähliger Nachrichten aufgrund von ein- oder beidseitigem Desinteresse zum Erliegen gekommen ist. „Aufschauen statt wegtindern“ weiterlesen

Regulate Big Tech and Stop Digital Dystopia!

This is the English version of the article „Regulate Big Tech! Stop Digital Dystopia!“ that was published on February 27, 2026.

Inflation-adjusted prices (2025 = 100)
Source: traderfox.com and aktionaer.de

While the German economy has stagnated for six years, digital platforms have been increasing their profits to previously unheard-of levels. Google’s parent company Alphabet alone made 125 billion dollars in profit last year, roughly as much as Germany’s 40 largest listed corporations combined. The dominance of digital platforms does not remain without consequences. Due to their monopolies in their respective markets, which they defend through aggressive strategies, they enrich themselves at the expense of business customers and consumers. They leverage their technological advantages to charge inflated prices for their services and products. Growing economic dissatisfaction over affordability feeds resentment among the population and ultimately leads to a crisis of democracy and the rise of authoritarian rule, which relies on the increasing concentration of power in the economy and society. This essay analyses the situation from an economic perspective and discusses options for action to safeguard digital sovereignty.

„Regulate Big Tech and Stop Digital Dystopia!“ weiterlesen

Ficken statt Facebook! Lieben statt Liken! Tanzen statt Twittern!


Die Welt ist im Wandel. Die digitalen Medien verändern unser Leben so stark wie keine andere Innovation im vergangenen Jahrhundert. Vor allem das Smartphone ist in die entlegensten Winkel unseres Lebens vorgedrungen und hat unseren Alltag in vielen Bereichen auf den Kopf gestellt. So können wir heutzutage problemlos zu entlegenen Orten navigieren, über Suchmaschinen auf das gesammelte Weltwissen zugreifen und in sozialen Netzwerken Kontakte zu unseren Freund:innen pflegen, selbst wenn sie auf der anderen Seite des Planeten leben. Und auch für die Zukunft bleibt die Vernetzung der Welt der Ursprung des technischen Fortschritts und kein Problem scheint groß genug, als dass es nicht durch die neuen Prophet:innen aus dem Silicon Valley gelöst werden könnte. Doch steigert das Ansehen von Katzenvideos beim gemeinsamen Restaurantbesuch mit der Familie wirklich unsere Lebensqualität? Gehört man zur gesellschaftlichen Avantgarde, wenn man in sozialen Netzwerken die Illusion eines glücklichen und erfüllten Lebens inszenieren kann, obwohl sich dahinter nur ein wackliges Gerüst aus Lügen und Selbsttäuschung verbirgt? Wird unsere Gesellschaft zu einem lebenswerteren Ort, wenn unsere Öffentlichkeit sich immer weiter in einzelne Fragmente zersplittert bis sich jeder Mensch in seiner personalisierten digitalen Blase bequem eingenistet hat und für die Probleme und Anliegen andersdenkender Menschen nicht mehr erreichbar ist? Wir von der Radikalen Anti Smartphone Front sagen ganz klar: NEIN! Nein zur Parallelkommunikation mit Abwesenden im Beisein anderer, nein zur Selbstdarstellung des eigenen Narzissmus und nein zum anhaltenden Auseinanderdriften unserer Gesellschaft! Und in aller Deutlichkeit sagen wir NEIN zum ausufernden und exzessiven Gebrauch von Smartphones, der peu à peu unser soziales Leben vergiftet. Stattdessen sagen wir JA zu allem was unser Leben wirklich lebenswert macht: Freundschaft, Freiheit, Liebe und Zusammenhalt. Unser Credo lautet deshalb: Ficken statt Facebook! Lieben statt liken! Tanzen statt Twittern! Wir sind die Radikale Anti Smartphone Front!