Rebellion

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Sieben Monate zogen wir durch Europa und plakatierten unsere Botschaften in sieben Städten unseres Kontinents: Ficken statt Facebook! Lieben statt liken! Tanzen statt Twittern! Exit Social Media! Regulate Big Tech! Stop Digital Dystopia!

Doch wenn wir ehrlich sind, dann können wir die digitale Dystopie nicht mehr aufhalten, denn wir leben längst in ihr. Wir kontrollieren nicht mehr die Algorithmen, die Algorithmen kontrollieren uns.

Vor zehn Jahren, nach dem Brexit und vor der Wahl Donald Trumps, veröffentlichten wir das RASF-Manifest. Damals beklagten wir die Anbetung von neuen Propheten aus dem Silicon Valley, die Zersetzung unserer Gesellschaft durch Lügen, Hass und Gewalt sowie die Ausbeutung unserer Aufmerksamkeit. Heute stellen wir fest: Es kam noch schlimmer als gedacht.

Auf Instagram und LinkedIn suchen wir den Next Nobody, während viele Menschen an ihrer Einsamkeit krepieren. Populisten und Autokraten fluten das Netz mit Falschinformationen, während vollautomatisierte Killerdrohnen die Schlachtfelder dieser Erde bevölkern. Kinder und Jugendliche sind seltener in der Lage, einen Text zu lesen, geschweige denn zu verstehen, während ihre Synapsen vor einer Flut von kurzen Videos kollabieren.

Wir haben es verkackt, und so kann es nicht weitergehen. Löscht eure Social-Media-Accounts. Bibliotheken, Bars, Museen, Kinos, Sportplätze: Erobert die algorithmusfreien Räume zurück. Haltet Widersprüche aus. Hört nicht auf zu hoffen, dass bessere Tage kommen werden. Die RASF-Europa-Tour 2026 geht zu Ende. Doch irgendwie, irgendwo und irgendwann wird unsere Rebellion weitergehen.

Radikale Grüße
Die Radikale Anti Smartphone Front