Regulate Big Tech! Stop Digital Dystopia!

>>click here for english version<<

Während die deutsche Wirtschaft seit 6 Jahren real stagniert, steigern die digitalen Plattformen ihre Gewinne seit Jahren in zuvor ungekannte Höhen. Allein Googles Muttergesellschaft Alphabet machte im abgelaufenen Jahr 125 Milliarden Dollar Gewinn, ungefähr genauso viel wie alle DAX-Konzerne zusammen. Die Vormachtstellung der digitalen Plattformen bleibt nicht ohne Folgen. Aufgrund ihrer Monopole in den jeweiligen Märkten, die sie durch aggressive Strategien verteidigen, bereichern sie sich an Firmenkunden und Verbrauchern. Sie nutzen ihre technologischen Hebel, um überhöhte Preise für ihre Services und Produkte zu verlangen. Die wachsende ökonomische Unzufriedenheit in der Bevölkerung nährt das Ressentiment und führt schließlich zur Krise der Demokratie und dem Aufstieg autoritärer Herrschaft, die sich auf die zunehmende Konzentration von Macht in Wirtschaft und Gesellschaft stützt. Dieses Essay analysiert die Lage aus einer ökonomischen Perspektive und diskutiert Handlungsoptionen zur Sicherung der digitalen Souveränität.

„Regulate Big Tech! Stop Digital Dystopia!“ weiterlesen

Rausch und Reue

Covergestaltung: Christina Plener

„Abgrund im Rausch, Tiefe in der Reue – Einmal aufgeschlagen lässt sich der Roman kaum beiseite legen. Es ist nicht zu viel behauptet, von einem Kraft gebenden Bildungsroman zu sprechen, der alles andere als belehrend ist.“ – Kiez und Kneipe Neukölln (Ausgabe vom Oktober 2023)

Mehr Infos zum Roman unseres Co-Gründers Benno Flügel: https://bennofluegel.de/rauschundreue/

Aufschauen statt wegtindern

Er hat ein Smartphone; (c) Manfred Kirschner, 2017

 

Smartphones lassen uns auch in unserer intimsten Sphäre nicht in Ruhe: Vielmehr bieten sie uns unzählige Dating-Apps, in denen wir über Gesichter wischen um zu entscheiden, mit wem wir den nächsten Kaffee trinken oder die nächste Nacht verbringen. Das Single-Dasein wird damit erträglicher, denn Mut braucht es nicht mehr, jemanden anzusprechen – das Smartphone kann es richten. Unsere Angst, enttäuscht zu werden? Wie weggeblasen. Man hat einander ja schon im Vorhinein zugesichert, dass man sich – zumindest optisch – gut findet. Worauf es dann hinausläuft, entscheidet sich im realen Leben, insofern der digitale Flirt nicht schon beim Austausch unzähliger Nachrichten aufgrund von ein- oder beidseitigem Desinteresse zum Erliegen gekommen ist. „Aufschauen statt wegtindern“ weiterlesen

Regulate Big Tech and Stop Digital Dystopia!

This is the English version of the article ‚Regulate Big Tech! Stop Digital Dystopia!‘ that was published on February 27, 2026.

While the German economy has stagnated for six years, digital platforms have been increasing their profits to previously unheard-of levels. Google’s parent company Alphabet alone made 125 billion dollars in profit last year, roughly as much as Germany’s 40 largest listed corporations combined. The dominance of digital platforms does not remain without consequences. Due to their monopolies in their respective markets, which they defend through aggressive strategies, they enrich themselves at the expense of business customers and consumers. They leverage their technological advantages to charge inflated prices for their services and products. Growing economic dissatisfaction over affordability feeds resentment among the population and ultimately leads to a crisis of democracy and the rise of authoritarian rule, which relies on the increasing concentration of power in the economy and society. This essay analyses the situation from an economic perspective and discusses options for action to safeguard digital sovereignty.

„Regulate Big Tech and Stop Digital Dystopia!“ weiterlesen

Ficken statt Facebook! Lieben statt Liken! Tanzen statt Twittern!


Die Welt ist im Wandel. Die digitalen Medien verändern unser Leben so stark wie keine andere Innovation im vergangenen Jahrhundert. Vor allem das Smartphone ist in die entlegensten Winkel unseres Lebens vorgedrungen und hat unseren Alltag in vielen Bereichen auf den Kopf gestellt. So können wir heutzutage problemlos zu entlegenen Orten navigieren, über Suchmaschinen auf das gesammelte Weltwissen zugreifen und in sozialen Netzwerken Kontakte zu unseren Freund:innen pflegen, selbst wenn sie auf der anderen Seite des Planeten leben. Und auch für die Zukunft bleibt die Vernetzung der Welt der Ursprung des technischen Fortschritts und kein Problem scheint groß genug, als dass es nicht durch die neuen Prophet:innen aus dem Silicon Valley gelöst werden könnte. Doch steigert das Ansehen von Katzenvideos beim gemeinsamen Restaurantbesuch mit der Familie wirklich unsere Lebensqualität? Gehört man zur gesellschaftlichen Avantgarde, wenn man in sozialen Netzwerken die Illusion eines glücklichen und erfüllten Lebens inszenieren kann, obwohl sich dahinter nur ein wackliges Gerüst aus Lügen und Selbsttäuschung verbirgt? Wird unsere Gesellschaft zu einem lebenswerteren Ort, wenn unsere Öffentlichkeit sich immer weiter in einzelne Fragmente zersplittert bis sich jeder Mensch in seiner personalisierten digitalen Blase bequem eingenistet hat und für die Probleme und Anliegen andersdenkender Menschen nicht mehr erreichbar ist? Wir von der Radikalen Anti Smartphone Front sagen ganz klar: NEIN! Nein zur Parallelkommunikation mit Abwesenden im Beisein anderer, nein zur Selbstdarstellung des eigenen Narzissmus und nein zum anhaltenden Auseinanderdriften unserer Gesellschaft! Und in aller Deutlichkeit sagen wir NEIN zum ausufernden und exzessiven Gebrauch von Smartphones, der peu à peu unser soziales Leben vergiftet. Stattdessen sagen wir JA zu allem was unser Leben wirklich lebenswert macht: Freundschaft, Freiheit, Liebe und Zusammenhalt. Unser Credo lautet deshalb: Ficken statt Facebook! Lieben statt liken! Tanzen statt Twittern! Wir sind die Radikale Anti Smartphone Front!